Der großartigste Wanderweg Europas, der Ponale Weg, wird wiedereröffnet

2 April 2019 6:18 am

Merken Sie sich das Datum vor: 12. April 2019. Warum? Denn endlich wird Ponale Weg, der faszinierendste und meist fotografierte Weg Europas mit tollem Ausblick wiedereröffnet.

Für diejenigen, die es noch nicht wissen, ist diese atemberaubende Route zwischen Garda- und Ledrosee voller Geschichte und Schönheit und zieht jedes Jahr Hunderte von Touristen aus der ganzen Welt an, im vergangenen Jahr wurde sogar das Ziel von einer Million Besucher erreicht!

Der Zauber der Geschichte

Aber der Ponale Weg ist nicht nur ein Weg, der Sie mit dem Blau des Gardasees und dem Smaragdgrün des Ledrosees verzaubert. Er hat einen geschichtsträchtigen Charme, der uns zeigt wie das Leben vor “ein paar” Jahren war. Die Arbeiten begannen im Jahr 1847 und der Weg galt sofort als richtiges Meisterwerk des Ingenieurwesens, denn dank einer Reihe von Tunneln und Kehren machte er das Tal für einen bis dahin undenkbaren Personen- und Warenverkehr erreichbar. Von 1990 bis Anfang der 2000er Jahre wurde der Weg gesperrt, nachdem einen neuen und leichter befahrbaren gebaut wurde. Erst später, im Jahr 2004, entstand dank des starken Willens des Giacomo Cis-Ausschusses das, was wir heute als einer der großartigsten Wege für Fußgänger und Radfahrer Europas kennen.

Gehen wir ein bisschen in der Zeit zurück. Wussten Sie, dass der Ponale Weg Teil eines Komplexes von Befestigungen zur Verteidigung des Alto Garda war? Während Sie hinaufgehen, entdecken Sie zahlreiche Schießscharten, Tunnel und österreichisch-ungarische Festungsanlagen, die gebaut wurden, um den Abstieg der Garibaldi-Truppen aus dem Ledrotal zum Gardasee zu verhindern und dann vor und während des Ersten Weltkriegs der Verteidigung der Grenze des österreichisch-ungarischen Reiches zu Italien dienten.

Der Ponale Weg heute

Am 12. April 2019 können Sie endlich die einzigartige Emotion, die dieser Weg hervorruft, erleben oder wieder erleben, wenn Sie es bereits gemacht haben. Sie können entscheiden, ob Sie lieber biken oder wandern wollen. Wir haben ihn zu Fuß erlebt und geliebt (aber Vorsicht vor den Bikern, die runterfahren!), um den Charme seiner Form ruhig zu genießen. Von Riva del Garda aus sind wir etwa eine Stunde lang gegangen und haben das Bar-Restaurant Ponale Alto erreicht, von dessen Terrasse aus Sie eine wohlverdiente Entspannung mit tollem Ausblick genießen können! Hier müssen Sie unbedingt ein Foto des Wasserfalls machen (und vergessen Sie nicht, es mit dem Hashtag #vallediledro mit uns zu teilen). Das Ponale ist ein Bach, das aus dem Ledro-See entspringt und in den Gardasee mit einem Wasserfall von etwa 30 Metern, dem Ponale Wasserfall, mündet.

Gönnen Sie sich einen Kaffee, den Sie unbedingt am Aussichtspunkt trinken müssen, der “zette” (Kehren) genannt wird, und dann geht’s wieder los in Richtung Ledrotal!

Unterwegs sehen Sie auch die Überreste eines alten Wasserkraftwerks, das Ende des 19. Jahrhunderts gebaut und dann zerstört wurde. Der Weg führt dann auf der Hauptstraße, der SS (Bundesstraße) 240 und biegt in den Rad-/Fußgängerweg ein, der dem Ponale Bach entlang verläuft und nach Molina di Ledro führt.

Und da ist er endlich, der großartige Ledrosee. Die Mühe des Spaziergangs wird durch diesen Anblick reichlich belohnt. Intensive Smaragdfarbe, umgeben von hohen und grünen Bergen. Hier können Sie ein kräftigendes Bad in seinem Wasser nehmen, wenn es nicht zu kalt ist.

Wir empfehlen den kommenden Frühling (aber das Bad im See werden vielleicht nur die Mutigsten nehmen!), um diesen wunderschönen Weg zu genießen, der in der Zeit der Blumen das Beste aus sich herausholt. Hinweise und technische Informationen finden Sie unter diesem Link. Wir erzählen nur von der Großartigkeit eines Ausblicks, der Sie wirklich atemlos macht: Seine Farben sind lebendiger denn je, die historischen Beweise wie die Fußspuren, die gegraben wurden, um den Aufstieg der vollbeladenen Maultiere zu erleichtern, das alte Wasserkraftwerk, das jetzt außer Betrieb ist und in dem eine reiche Vegetation wächst.

Diese Route ist viel mehr als ein Weg zum Wandern oder Mountainbiken, sie ist eine süße und unauslöschliche Erinnerung an das harte und entbehrungsvolle Leben unserer Vorfahren, vielleicht gemildert durch die zeitlose Schönheit eines Gebietes wie des Ledrotals.


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